2040 sind unsere Städte zu Schwammstädten weiterentwickelt worden, die Umstellung der Landwirtschaft hat zu fruchtbareren Böden geführt und Gewässer und Flüsse werden renaturiert. In den Städten wie auf dem Land ist die Artenvielfalt und Klimaresilienz stark gestiegen.
2040 haben wir die deutschen Nachhaltigkeitsziele annähernd erreicht. Beim großen Wandel ergänzten sich Bürger:innen, Politik und Wirtschaft gegenseitig. In vielen Feldern gab es Veränderungen. Dabei wurden soziale und ökologische Fragen gemeinsam angepackt.
Wir leben 2040 größtenteils wie heute. Allerdings haben wir unsere Demokratie weiterentwickelt und wesentliche Änderungen angestoßen. Die wichtigsten: vegane Ernährung, schnelle Energiewende, Energiesparen wo es sich besonders lohnt und mehr Entwicklungsunterstützung.
Naturzerstörung, einseitige Monokulturlandschaften, stark überfüllte Urlaubsgegenden und immer unattraktivere Städte führen zu einem Mangel an erfüllender Naturbegegnung und zu einer Flucht in virtuelle Welten.
Wir schätzen Natur. Nicht nur weil sie uns nützt, sondern auch als Wert an sich. Auch Tiere haben Rechte. Wir leben, wirtschaften und entwickeln neue Technologien heutzutage immer mit Blick auf die Auswirkungen auf die Natur.
Wir leben immer mehr im Einklang mit der Natur. Wälder und Agrarflächen sind nun artenreich. Ehemals versiegelte Flächen verwandeln wir in Gemeinschaftsgärten oder „Stadtwildnis“. Dort fühlen sich Menschen wie auch wildlebende Tiere wohl.
Die Menschen interessieren sich sehr für die Natur und schützen sie. Es gibt mehr naturbelassene Brachflächen, Moore und Wald. Monokulturen sind selten.
Im Jahr 2040 steht Kultur im Mittelpunkt der Gesellschaft. Das Motto „Kunst statt Konsum“ hat zur Entlastung der Umwelt beigetragen. In Zukunftswerkstätten tauschen sich Menschen über ihre schöpferischen Tätigkeiten aus und sogar im Bundestag wird zum Sitzungsbeginn gesungen.
Bildung 2040: In der Schule lernen wir nachhaltiges Leben, und als Erwachsene können wir uns einfacher beruflich weiterbilden und neu orientieren. Das hat erfolgreichen Klimaschutz mit allen Veränderungen unserer Wirtschaft erst möglich gemacht.
Im Jahr 2040 ist die Basis-Bildung für alle ermöglicht. Ein Umdenken in der Lernkultur hat zu individuellen und zeitlich selbstgesteuerten Lernprozessen geführt. Bildung ist auf das ausgerichtet, was Individuum und Gesellschaft wirklich weiterbringt.
2040 wohnen wir ähnlich wie 20 Jahre vorher. Wir verbrauchen immer noch zu viel Fläche pro Kopf und haben zu wenig Häuser energetisch saniert. Obwohl einige Menschen bereits nachhaltig wohnen, erreichen wir die Nachhaltigkeitsziele beim Wohnen nicht.
2040 wohnen wir nicht nur klimaneutral, sondern auch raumsparender und geselliger und können so dem Ressourcenverbrauch und der Vereinzelung entgegenwirken. Innovative Quartiere und Gebäude ermöglichen flexibles Wohnen sowie kurze Wege für den alltäglichen Bedarf.
Unsere Art zu wohnen hat sich 2040 nicht sehr verändert. Dafür haben fast alle Gebäude jetzt Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen, und wir nutzen Ökostrom. Die Kosten der Umstellung wurden sozial gerecht verteilt.
Im Jahr 2040 sind die Grundbedürfnisse aller abgesichert, dafür gibt es weniger Luxuskonsum. Unsere Produkte sind fair und ökologisch hergestellt, halten länger und sind reparierbar. Dank digitaler Technologien besitzen wir weniger und teilen mehr.
2040 sind wir mit der Energiewende ein gutes Stück weiter: Mit konsequenter CO2-Bepreisung, der Umstellung auf Erneuerbare sowie Energiesparmaßnahmen wird Deutschland es 2045 geschafft haben!
Im Jahr 2040 schätzen die Menschen den Wert einer freiheitlichen Demokratie deutlich stärker. Verbände und NROs eine wichtige Rolle als Brückenbauer zwischen Bevölkerung und Politik. Die Gesellschaft ist von Vielfalt, Kooperation und Transparenz geprägt.
Unsere Ernährung hat sich seit Beginn der 2020er nicht sehr verändert. Das verursacht weiterhin große Probleme für Klima, Umwelt und unsere Gesundheit und erschwert den weltweiten Kampf gegen Hunger.
Die Menschen leben 2040 weitgehend vegan. Darum gibt es auf Flächen, die früher für Weiden und den Anbau von Futtermitteln benötigt wurden, nun Platz für Bioenergie, neue Wälder und vieles mehr. Schon in der Schule lernen Kinder gesunde Ernährung. Wir sind gesünder als früher.
2040 sind alle Bildungsbereiche finanziell gut ausgestattet und einander gleichgestellt. Alle Lehrenden werden exzellent aus- und weitergebildet. Individuelle Lebens-Bildungskonten machen individuelles Lernen unabhängiger von der sozialen Herkunft.
Kinder und Jugendliche lernen im Schulfach ‚GENIAL‘ nachhaltiges Leben. Bildung ist der Schlüssel für individuelle Weiterentwicklung und hilft, Umstrukturierungen zu bewältigen. Lebenslanges Lernen ist ganz normal und wird vielfältig gefördert.
2040 sind die Hochschulen offene, integrative Bildungsräume. Lebenslanges Lernen ist Teil der akademischen Identität, und gelernt wird auch direkt in Betrieben, Laboren und Co-Learning-Räumen.
2040 hat sich das Denken über Finanzen grundlegend verändert: Echte Wertschöpfung entsteht aus Kultur und Natur, nicht durch Finanzvermögen. Wir sind auf einem guten Weg zu einer stabilen sozialen Sicherung und einer gemeinwohlorientierten Entschuldung.
2040 ist die Energieversorgung ganzjährig gesichert. Sonne und Wind werden durch Speicher und Wasserstoff-Reserven ergänzt; Effizienzsteigerungen in Netzen und Prozessen sowie Flexibilisierung des Verbrauchs sind weitere wichtige Faktoren.
2040 nutzen wir sauberen Strom und Bioenergie, ernähren uns weitgehend vegan und sparen fokussiert dort Energie, wo es sich lohnt. 2055 sind wir global frei von fossiler Energie. Das haben wir der steigenden CO2-Bepreisung zu verdanken.
Auf den Straßen brummen noch Verbrennermotoren, fast alle Wohnungen werden noch mit Gas beheizt. Gas und Öl müssen wir importieren, nur etwa 60% des Stroms erzeugen wir schon erneuerbar. Energie wird immer teurer, Ausfälle häufen sich.
2040 ist unsere Wirtschaft viel nachhaltiger. Löhne sichern ein gutes Leben, gleichzeitig legen wir mehr Wert auf Freizeit und Miteinander und weniger auf Konsum. Steuern und Subventionen wurden verändert, das Gesamtsystem ist gleich geblieben.
2040 sind wir fertig mit der Umstellung auf eine sozial-ökologische Marktwirtschaft, in der niemand mehr auf umweltschädliche Art arbeiten muss. Lohnarbeit und Geld sind besser verteilt und ermöglichen uns einen hohen Lebensstandard ohne Wachstum.
Öffentliche Bildungsangebote und Gesundheits-Checks helfen den Menschen dabei, sich vegan und gesund zu ernähren. Das frei werdende Land wird für Klima- und Artenschutz sowie die Bekämpfung von Hunger weltweit genutzt.
2040 ist unser Gesundheitssystem krisenfest und fast klimaneutral. Alle Menschen profitieren von einer nachhaltigen und gerechten Gesundheitsversorgung. Gesundheitsfachkräfte zeigen, wie Gesundheit und Klimaschutz zusammenhängen.
2040 ist unser Gesundheitssystem bereits klimaneutral. Die Menschen sind gesünder, weil sie sich mehr bewegen und klimabewusst ernähren. Die Politik fördert klimagesundes Verhalten durch Strukturen.
Produktionsweisen und Stoffkreisläufe sind viel nachhaltiger. Das schaffen wir durch biobasierte Materialien, ein weiterentwickeltes Lieferkettengesetz und eine konsequente Energiewende. So reduzieren wir die negativen Auswirkungen unseres Konsums auf Umwelt und Klima erheblich.
Im Jahr 2040 nutzen die Menschen mehr öffentlichen Verkehr und Sharing-Angebote. Die meisten Fahrzeuge laufen heute elektrisch, auch im Güterverkehr. Das wurde durch eine CO2-Bepreisung erreicht.
Bis 2040 haben wir unseren Verkehrssektor ökologisch umgekrempelt. Der ÖPNV ist kostenlos, die Schiene massiv ausgebaut und Flugreisen und Autos werden nicht mehr subventioniert.
2040 hat sich der Verkehr zu einem sozialen Begegnungsraum gewandelt. Aus Mietfahrzeugen, Rad- und Fußwegen und den kostenlosen ÖPNV-Angeboten ist ein inklusives Netz entstanden, das das Stadtleben bereichert und Menschen verbindet.
Wir ernähren uns vegan und bewegen uns mehr. Dadurch leben wir gesünder und haben mehr Land zur Verfügung, um die Welt zu ernähren und Klima und Artenvielfalt zu schützen.
Mit vielfältigen Initiativen haben die Leute ihre Städte begrünt. Sie freuen sich an Gemeinschaftsgärten und essen vor allem, was in der Region gut wächst. Umweltschädliche Monokulturen und die Massentierhaltung sind abgeschafft. Die Böden erholen sich.
Bürger:innenräte beschließen die Umstellung auf eine rein vegane Ernährung. Das macht riesige Flächen frei, die für die Tierhaltung benötigt wurden. Nun ist Platz für Wälder, Feuchtgebiete und Naturschutz, so dass große Mengen CO2 wieder gebunden werden.
Große Maßnahmen ließen sich nicht durchsetzen. Große Monokulturen dominieren, etwa die Hälfte nur für Tierfutter. Winderosion und Starkregen tragen Ackerböden fort. Die Grundwasserspiegel sinken, Konflikte nehmen zu. Die Preise für Lebensmittel steigen.
Neue Gesetze fördern die Agrarwende: Technik und Digitalisierung sichern hohe Erträge. Böden, Wälder und Moore sind nachhaltig bewirtschaftet und bieten gleichzeitig Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Entsiegelung lässt Städte ergrünen.
Autos nehmen weniger Platz ein. Wir nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, radeln oder streifen zu Fuß durch die Stadt. Auf dem Land fahren öffentliche Elektro-Kleinbusse. Mobile Dorfläden ermöglichen den Einkauf vor Ort.
2040 fahren wir elektrisch und mit Tempolimit 100. Der Individualverkehr mit PKW ist um 30% zurückgegangen, Radeln oder der ÖPNV sind attraktiver und einfacher geworden. Dafür sorgt u.a. eine smarte App.
Im Jahr 2040 sieht unsere Mobilität weitgehend unverändert aus. Wir fahren etwas mehr mit Bahn und Rad und es gibt mehr Elektroautos, aber die Emissionen unseres Verkehrs sind nur leicht gesunken.
2040 reisen, pendeln und bewegen wir uns anders als noch vor 20 Jahren. Es gibt weniger Autos und sie sind elektrisch, wir benutzen den (teilweise fahrerlosen) ÖPNV, Sharing-Angebote und das Rad oder gehen zu Fuß. Wir fliegen viel seltener und fahren mehr Bahn.
2040 sind umweltschädliche Produkte und Dienstleistungen deutlich teurer. Wer klimafreundlich lebt, gewinnt. Das Geld aus CO2-Preis und Finanztransaktionssteuer fließt zum Teil direkt an uns zurück, zum Teil in die Pflege von Feldern, Wäldern und Mooren.